Zum 80-jährigen Geburtstag des SV Bavaria Waischenfeld feierte die Wiesent-Challenge am 25. Oktober 2026 ihr fünfjähriges Jubiläum. Die Wettervorhersage für dieses Lauffest war leider alles andere als zuversichtlich und auch eine Brückensperrung in der Stadt forderte Flexibilität vom Veranstalter, denn die war früher Start und Ziel des Laufs.
Trüber Start in den Tag
Als der Wecker am Sonntagmorgen ertönte, bestätigte der Blick aus dem Fenster die Vorhersage. Ein trüber und verregneter Tag sollte vor uns liegen. Entsprechend war meine Laune im Keller und die Motivation hielt sich in Grenzen…
In Begleitung von Claudia machte ich mich dennoch auf den Weg nach Waischenfeld. Als wir gegen 11 Uhr ankamen, ließ der Regen etwas nach, kalt und trüb blieb es weiterhin. Von der großzügig dimensionierten Parkfläche an der Burg waren es knapp zehn Minuten Fußweg ins Zentrum des Geschehens.
Pre Race
Vor Ort holte ich zunächst meine Startnummer im Sportheim ab. Schon auf dem Weg dorthin trafen wir auf viele Bekannte und nutzten die Gelegenheit zum Austausch. Für Angehörige unseres Teams waren die Startnummern bereits geschlossen bereitgelegt, sodass ich mir das Anstehen ersparen konnte.
Als sich abzeichnete, dass es bei der Startnummernausgabe zu Verzögerungen kommt, beschlossen die Verantwortlichen, den Start des Hauptlaufes und des Trails um jeweils 15 Minuten zu verschieben. So hatten alle die Möglichkeit, ihre Nummer zu empfangen und sich auf den Start vorzubereiten. Glücklicherweise war es möglich, die Zeit bis zum Start in der zur Festhalle umfunktionierten Sporthalle zu verbringen.
Gegen 12:30 Uhr musste ich die Halle dann doch verlassen, um mich vorzubereiten und in die Startaufstellung zu gehen. Wegen der Brückensperrung waren Start und Ziel in diesem Jahr auf dem Marktplatz. Zudem musste die Streckenführung angepasst werden.
Mit der angekündigten Verzögerung startete der Hauptlauf um 12:45 Uhr. Für mich ertönte der Startschuss zum 14km Panoramatrail dann um 13:00 Uhr.
Wiesent-Challenge Panoramatrail
Knapp 200 Teilnehmer stellten sich der Herausforderung des Trails. Im Racebriefing kurz vor dem Start wurde noch einmal explizit auf die Gerfahren durch die nassen und rutschigen Bedingungen hingewiesen.
Zunächst ging es aber auf einer asphaltierten Straße bis zu einer schmalen Fußgängerbrücke, die über die Wiesent führte. Auf der anderen Seite des Flusses trafen wir dann bereits auf den hinteren Teil des Feldes des Hauptlaufes. Unglücklicherweise war die Strecke an der Stelle nicht voneinander abgetrennt, sodass es auf dem folgenden Kilometer doch recht eng zuging.
Mit dem Abbiegen auf einen Trail trennten sich die Wege und für uns stand der erste Anstieg an. Ich hatte mich zunächst auf Rang zwei einsortiert und fand in einen guten Rhythmus. Trotz Nässe hatte ich guten Grip und kam sicher voran. Der folgende Downhill forderte mit feuchtem Laub und einigen Richtungswechseln volle Aufmerksamkeit, doch auch hier kam ich gut durch.
Probleme hatte ich dann aber nach gut 5,5 km, als uns gefühlt unzählige Treppenstufen zurück hinunter in die Stadt führten. Hier schloss der Drittplatzierte die Lücke und überholte mich folglich auch. Nach wenigen Metern durch die Stadt bogen wir bald wieder auf einen Trail ein, der bergauf zur Hohen Warte führte. Hier öffnete der Himmel kurzzeitig alle Schleusen und ein heftiger Wind tat sein Übriges für mein Unwohlbefinden. Nach einer Ehrenrunde im Wald ging es zurück ins Tal und auch der Regen ließ etwas nach. Unangenehm nass und kalt blieb es aber bis zum Schluss.
Der Rest des Rennens verlief unspektakulär und gleichwohl ich den Zweitplatzierten stets im Blick hatte, gelang es mir nicht, die Lücke zu schließen. Erfreulicherweise hatte ich mit dem nassen Boden keine Probleme, hörte aber später, dass die Bedingungen mit zunehmender Renndauer schlechter wurden.
Vorbei an der Burg als letztes Streckenhighlight liefen wir schließlich auf der Straße zurück hinunter in die Stadt. 500 Meter vor dem Ziel hatte sich Claudia positioniert, die die Läufer mit der Kamera einfing. Auch mich erwischte sie, bevor ich nach 58:40 Minuten als Drittplatzierter das Ziel erreichte.
Post Race
Im Ziel erhielt ich zunächst die wohlverdiente Finisher-Medaille, bevor ich mich an der Zielverpflegung erfrischte. Lang hielt ich mich aber nicht auf und begab mich zeitnah ins Sportheim, um mich aufzuwärmen. Die heiße Dusche war eine Wohltat und ich war bald wieder bei Kräften.
Die Siegerehrung fand ab 15 Uhr in der Festhalle statt. Hier fand sich das Team zusammen und auch Claudia hatte ihren Foto-Spot inzwischen verlassen und stieß dazu. Bei Pizza, Kaffee und Kuchen ließen wir den Nachmittag ausklingen.
Fazit
Trotz der widrigen Wetterbedingungen war die Jubiläumsausgabe der Wiesent-Challenge ein gelungenes Event. Die Stimmung war gut und die Möglichkeit sich vor und nach dem Lauf im Sportheim bzw. der Festhalle aufzuhalten führte dazu, dass viele Teilnehmer auch nach dem Zieleinlauf vor Ort blieben.
Ein besonderer Dank gilt dem gesamten Team Wiesent-Challenge und allen Helfern sowie Unterstützern, die zur gelungenen Umsetzung der Veranstaltung beigetragen haben.








