World wide running by Enrico

Sun Run – 20km de Paris

Die 20km de Paris

Auf der Expo des Pariser Halbmarathons wurde ich auf den Werbestand für die 20km de Paris aufmerksam. Nach kurzem Gespräch mit den Betreibern und der Gewissheit, dass ich am 10.10.2021 noch nichts vorhatte, meldete ich mich dann auch gleich für dieses Event an.

In normalen Zeiten bildet dieser Lauf den Abschluss einer Laufserie, die über das Jahr verteilt in der französischen Hauptstadt stattfindet. Dabei werden insgesamt vier Läufe ausgetragen. Los geht es mit 5km, dann 10km, dann 15km und zum Abschluss eben die 20km de Paris.
Aufgrund der Corona Situation war es in diesem Jahr allerdings nicht möglich, die ersten drei Events als Live Veranstaltungen auszurichten. So fanden diese ausschließlich als virtuelle Läufe statt. Auch der 20km Lauf wurde neben dem „echten“ Lauf als virtuelle Version angeboten. Einfluss hatte die aktuelle Situation sicher auch auf die Teilnehmerzahl, waren in den Vorjahren noch über 25.000 Teilnehmer am Start, reduzierte sich das Feld in diesem Jahr auf knapp 9.500.

Pre Race

Nachdem ich die Anmeldung auf der Expo des Pariser Halbmarathons erledigt hatte, musste ich noch das Medical Certificate auf der Anmeldeseite hochladen. Ca. eine Woche vor dem Lauf erhielt ich eine Bestätigungsmail mit einem QR Code. Der wurde zur Startnummernabholung benötigt. Diese fand in einer Sporthalle des Stade Emile Anthoine statt, welches sich unweit des Eifelturms befand. Das Stadion diente als „Village“ für die Veranstaltung. Neben der Startnummernausgabe befanden sich hier auch die Kleideraufbewahrung sowie der Großteil des Entertainments am Wettkampftag.
Die Nummernausgabe verlief zügig und gut strukturiert, ein (eher mäßig schönes) Teilnehmershirt gab es dazu, auf weitere Zugaben wurde aber, wie inzwischen üblich, verzichtet.
Im Stadionbereich waren noch ein paar Aussteller vertreten, von denen mich aber nichts vom Hocker haute.

Raceday der 20km de Paris

Der Wettkampftag begann klassisch, sechs Uhr aufstehen, Kaffee, kleiner Snack, mit der Welt klarkommen und dann machte ich mich auch schon auf den Weg Richtung Eiffelturm, neben dem sich das Stade Emile Anthoine befand.
Als ich am Village ankam, waren schon einige Teilnehmer vor Ort und die Vorbereitungen im vollen Gange. Nachdem der Start in mehreren Wellen stattfand und ich glücklicherweise in der ersten mit los durfte, war der Andrang hier allerdings überschaubar und alles lief gut strukturiert ab.
Nachdem alle Vorbereitungen getroffen waren, machte ich mich gegen 8:30 Uhr auf den Weg zu den Startblöcken die sich auf der Pont d’Iena befanden. Hier wurde auch ein Unterhaltungsprogramm geboten. Jeder, der meinte für das Event wichtig zu sein, durfte sich kurz zu Wort melden und eine Trainerin turnte ein paar Warm-up Übungen vor (was angesichts der Temperaturen gar nicht verkehrt war).
Um 8:50 Uhr wurden zunächst die Athleten mit körperlichen Einschränkungen auf die Strecke geschickt, um 9:00 Uhr ertönte dann der erste Startschuss für die Läufer und schon ging es los.

Mein Lauf

Vom Start der 20km de Paris an fühlte ich mich diese Woche echt gut. Im Gegensatz zum Berlin Marathon vor zwei Wochen hatte ich auch relativ frische Beine. So verging der erste Kilometer entlang der Seine auch wie im Flug. Anschließend ging es links weg, einen leichten Anstieg über einen Kilometer bis zum Arc de Triomphe. Von dort aus führte die Strecke über die Ave Foch in den Bois de Boulogne. Im Park hatten wir auch schon die ersten fünf Kilometer hinter uns. Das Feld hatte sich bis dato etwas sortiert und ich befand mich in einer ca. 10 Personen starken Gruppe, die ein angenehmes Tempo lief. Daher lief ich die nächsten Kilometer auch in der Gruppe mit. Nach acht Kilometern ging es aus dem Park raus und die Gruppe zerfiel leider. Ab da war ich für den Rest des Laufes auf mich allein gestellt. Da ich mich aber weiterhin gut fühlte, lief ich nach und nach immer wieder auf andere Läufer auf und konnte einige von ihnen Überholen. Nach dem zweiten Versorgungspunkt (Wasserflaschen – Super!!!) nach 10km gab es einem leicht abschüssigen Kilometer und wir waren nach 11km wieder an der Seine angekommen. Hier verlief die Strecke dann für sechs Kilometer bis zur Pont Royale. Diese musste überquert werden und es ging auf der anderen Seite des Flusses zurück zum Eiffelturm. Über die 6km an der Seine führte die Strecke durch einige Unterführungen. Diese warteten mit kurzen, teilweise aber knackigen Anstiegen auf. Das brach offensichtlich noch einige Teilnehmer, denn auch hier konnte ich noch ein paar Läufer einholen. Offensichtlich hatte ich einen echt guten Tag erwischt.
Nach 01:12:45 erreichte ich die Ziellinie am Fuße des Eiffelturms, eine würdige Kulisse für einen tollen Lauf.

Post Race.

Nach Überqueren der Ziellinie gab es zunächst gleich Wasserflaschen für die Finisher, ohne erst hunderte Meter weiter zu müssen. Super Orga!. Anschließend erhielten wir die wohlverdiente Finisher Medaille (welche sich wohl mit den Medailen der drei vorherigen Events zu einer großen Medaille kombinieren lassen soll) und von dort aus führte der Weg weiter ins Village. Auf dem Weg dorthin gab es noch einen kleinen „Fressbeutel“ dessen Inhalt aber kaum überzeugen konnte.
Im Village angekommen bekam ich meine Wechselklamotten zurück und zog mich um (Duschen waren leider nicht vorhanden). Anschließend verweilte ich noch etwas, beobachtete die Einlaufenden Finisher und genoss die Atmosphäre und das leichte Unterhaltungsprogramm.

Fazit

Die 20km de Paris sind ein tolles Laufevent. Die Strecke ist schnell und macht Spaß. Die Orga der Veranstaltung ist super und auch die Stimmung an der Strecke war durchaus spitze. Hinzu kommen durchdachte Details, wie z.B. Wasserflaschen (anstatt Becher) an den VPs und im Ziel. Auch der gestaffelte Start machte Sinn. Das Rahmenprogramm um das Event bot ebenso einiges an Unterhaltung. Schade nur, dass ich in diesem Jahr nicht die Chance hatte, alle vier Läufe der Serie als Live Events zu absolvieren.

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