World wide running by Enrico

Laufwochenende in der Hauptstadt – Sternenmeer Benefizlauf (Marathon #43) und Müggelsee Halbmarathon

Sternenmeer Benefizlauf und Müggelsee Halbmarathon

Doppelpack in Berlin. Meinen berufsbedingten Aufenthalt in unserer Hauptstadt nutzte ich am dritten Oktoberwochenende 2020 für einen läuferischen Doppelpack. Am Samstag nahm ich am 1. Sternenmeer Benefizlauf über die Marathondistanz teil, am Sonntag ging ich dann beim Müggelsee Halbmarathon an den Start. Es waren zwei tolle, doch grundverschiedene Events.

Sternenmeer Benefizlauf (Marathon #43 im Volkspark Wuhlheide)

Der 1. Sternenmeer Benefizlauf wurde als 8h Lauf ausgeschrieben, bei dem die Möglichkeit bestand, sich von vornherein für einen Start über die Marathon- oder Halbmarathondistanz zu entscheiden. Zudem hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, den Lauf nach jeder Runde spontan zu beenden.

Organisiert wurde der Lauf von „Torpedo“, ein Laufbegeisterter Berliner, der in Eigenregie mehrmals im Monat Laufevents in den Parks unserer Hauptstadt auf die Beine stellt. Infos dazu findet man unter http://www.torpedo-run-series.de/

Während es bei den meisten seiner Läufe tatsächlich eine Ergebnisliste (mit handgestoppten Zeiten) gibt, stand an diesem Wochenende das Kilometer sammeln im Vordergrund. Jeder Läufer sollte für seine gelaufenen Kilometer einen Euro pro Kilometer spenden. Diese Spenden gehen zu 100% an das Kinderhospiz Berliner Herz.
Alle Unkosten der Veranstaltung, insbesondere hervorzuheben sind dabei die Versorgung und die tollen Medaillen, hat in diesem Fall der Veranstalter selbst getragen.

Lauftag (Samstag, 17.10.2020)

Start des Events sollte 8 Uhr sein. Ich reiste mit meinen Freunden Annett und Carsten an, die ortskundig sind und bereits an einigen Events von Torpedo teilgenommen haben. Im Vorfeld erfuhr ich bereits, dass die Events in der Regel familiär und beschaulich ablaufen und mit ca. 30 – 40 Teilnehmern zu rechnen ist.
Trotz dieser Info war ich etwas überrascht, als wir 30 Minuten vor Start am Veranstaltungsort ankamen und lediglich ein paar Läufer vorfanden. Torpedo selbst war noch nicht vor Ort und aufgebaut war auch noch nichts.
Als der Veranstalter dann gegen 07:45 Uhr eintraf, packten aber alle fleißig mit an und so stand in wenigen Minuten alles an Ort und Stelle.

Nach ein paar begrüßenden Worten und Infos zum Lauf ging es dann mit etwas Verspätung auch schon los.
Die Runde im Volkspark sollte ca. 5,3km lang sein, was dann acht Runden für einen Marathon bedeutete. Zunächst versuchte ich, mich an ein paar Mitläufer zu halten, um die Strecke zu finden/kennenzulernen. Nach ca. 3km gab ich diesen Plan allerdings auf und lief mein eigenes Tempo. Die Strecke war mit Pfeilen auf der Straße gut markiert, dennoch war ich etwas besorgt, etwas falsch gemacht zu haben, als meine Uhr schon über 6km anzeigte und vom Start/Ziel nichts zu sehen war. Das passierte ich erst nach ca. 7,3km zum ersten Mal. Hier legte ich einen Verpflegungsstopp ein und erkundigte mich, über die Strecke. Mir wurde mitgeteilt, dass die Strecke tatsächlich über 7km lang ist und ich nicht falsch abgebogen war. Damit verringerte sich die zu laufenden Rundenzahl auf sechs 🙂

Die weiteren Runden verliefen unspektakulär, ich lief allein meine Kilometer und hielt mich immer kurz am Verpflegungsstand für Getränke und einen kurzen Austausch auf. Nach sechs Runden und knapp 44km beendete ich den Lauf für mich. Meine Begleiter haben ihr Ziel erreicht, Annett lief einen Halbmarathon und Carsten ging wie ich über die Marathondistanz an den Start.

Hier ist nochmal besonders hervorzuheben, wie vielfältig der Versorgungsstand war. Es gab neben Wasser auch Tee, Kaffee, Cola, Kuchen (selbstgebacken), Süßigkeiten und vieles mehr. Da kann sich manch großer Event eine Scheibe abschneiden.

Fazit 1. Sternenmeer Benefizlauf

Der 1. Sternenmeer Benefizlauf war eine rundum gelungene Veranstaltung. Sie lebt, vom Herzblut, dass Torpedo in seine Events investiert und der tollen Laufgemeinschaft, die an diesen Events teilnimmt. Die Strecke durch den Volkspark Wuhlheide war schön zu laufen und ein liebevoll und abwechslungsreiches Verpflegungsangebot rundeten das Gesamtpaket ab.

Nicht zu vergessen dabei der gute Zweck, es kamen über 1.800€ an Spenden zusammen. Ein Lob an den Veranstalter und die tollen Teilnehmer.

Wenn man sich als Laufbegeisterter Mensch in Berlin aufhält, ist es auf jeden Fall empfehlenswert, an einem der Läufe von Torpedo teilzunehmen, solang es sie noch gibt (er will nach fünf Jahr leider mit der Organisation seiner Veranstaltungen aufhören).

Müggelsee Halbmarathon

Am Sonntag, 18.10.2020 fand der zweite Teil meines Laufwochenendes statt. Beim Müggelsee Halbmarathon ging ich über eben diese Distanz (es gab noch einen 5k und 10k Lauf) an den Start.

Der Startschuss sollte gegen 10 Uhr im Bereich des Hotels am Müggelsee erfolgen (5k und 10k starteten zeitversetzt).

Ich erreichte den Veranstaltungsort kurz nach neun. Die Startnummern wurden vor Ort ausgegeben und trotz langer Schlange, ging das relativ schnell und ich hatte noch genügend Zeit für die Startvorbereitungen.

Das Hygienekonzept sah vor, dass auf dem gesamten Veranstaltungsgelände bis unmittelbar vor dem Start eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen wird. Dies wurde vom Moderator der Veranstaltung mehrfach betont und im Großen und Ganzen auch gut eingehalten.

Die Wertung erfolgte rein nach Nettozeiten und daher konnte auch darauf Wert gelegt werden, dass der Start geordnet und entzerrt stattfand. Es durften jeweils drei Läufer gemeinsam in den Starttunnel und loslaufen. So ergab sich ein rollender Start, ohne dass es zu großen Gedränge kam. Ich halte das für eine gute Lösung, die trotz knapp 900 Teilnehmern am Halbmarathon gut geklappt hat.

Der Lauf

Die Strecke führte einmal um den See herum. Abzweigungen wurden durch Ordner besetzt, die den Weg weisen sollten. Leider fehlten Markierungen auf dem Boden und ein paar Ordner nahmen ihren Job nicht sonderlich ernst und mussten aktiv nach dem Weg gefragt werden. Ob das an der Kälte oder mangelnden Einweisung lag, weiß ich nicht, aber da sollte der Veranstalter sein Konzept überdenken.

Die Strecke lief sich gut, ein Mix aus festen Fuß-/Radwegen und Waldboden. Lediglich die Treppen, die durch eine Unterführung führte, bremst die Läufer kurz aus.

Trotz der Belastung des Vortags, fühlte ich mich relativ gut und konnte ein zügiges Tempo gehen. Zunächst befand ich mich in einer kleinen Gruppe von Läufern, die ich aber bald hinter mir lies. Ab km zehn war ich dann allein unterwegs, konnte zum Ende hin sogar noch ein paar Läufer einsammeln und das Ziel nach 01:19:26 als Gesamtfünfter erreichen.

Im Ziel hieß es dann, zügig versorgen, umziehen und das Gelände verlassen (Corona Schutzmaßnahmen). Aufgrund der niedrigen Temperaturen und des kalten Winds war der warme Tee im Ziel eine Wohltat 🙂

Fazit Müggelsee Halbmarathon

Die große Runde um den Müggelsee war ein toller Lauf. Abgesehen von kleinen Mängeln was die Streckenkennzeichnung angeht sowie die Treppenstufen, lies es sich gut laufen. Die Organisation war gut und auch die Corona Hygienemaßnahmen waren durchdacht und es wurde auf Einhaltung dieser geachtet. Kleiner Wehmutstropfen war, dass es im Ziel (bedingt durch Corona) keine Medaille gab. Diese sollen aber im Nachgang per Post an die Finisher versandt werden.
Insgesamt ein sehr empfehlenswerter Lauf.

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