World wide running by Enrico

Ein Männlein läuft im Walde – Zeiler Waldmarathon (#41)

Zeiler Waldmarathon

Ein Klassiker bei vielen Lauffreunden ist Anfang November der Zeiler Waldmarathon. Da ich schon viel Positives davon gehört habe, machte ich mich am 9.11.2019 selbst auf den Weg, um zu schauen, ob die Lorbeeren gerechtfertigt sind.

Raceday

Die Anfahrt nach Zeil am Main dauert von mir ca. 1h, so machte ich mich auch erst am Wettkampftag auf den Weg. Gegen 08:30 Uhr erreichte ich den ausgewiesenen Parkplatz an der Sporthalle, wo sich später auch die Duschmöglichkeiten befanden. Von hier aus waren es ca. 400m zum Rudolf-Winkler-Haus, in dem es die Startunterlagen und später auch die Siegerehrung gab.

Da der Lauf eher einen familiären Charakter hat und das Teilnehmerfeld überschaubar war, verlief die Organisation in diesem Bereich flüssig und ohne Probleme. Nachdem ich meine Sachen beisammen hatte, hielt ich mich noch etwas im Saal auf. Hier gab es Kaffee und Kuchen, für das leibliche Wohl war also gesorgt.

Mit der Zeit trafen einige Bekannte ein und so verging die Zeit relativ zügig. Gegen 09:30 Uhr machten wir uns mit dem Shuttle Bus auf den Weg zum Startbereich, der ca. 1,5km entfernt war. 10 Minuten bevor es losging, waren wir da. Also hieß es, schnell noch die warmen Sachen ausziehen, Kleiderbeutel ablegen und ab in die Startaufstellung.

Entgegen der Vorhersage des Vortags blieb es am Lauftag selbst übrigens trocken. Es war jedoch echt kalt und aufgrund des Regens der Vortage und der Nacht war der Start-/Zielbereich ziemlich schlammig…

Mein Lauf

Auch am Start zeigte sich der entspannte Charakter des Zeiler Waldmarathon, mehr oder weniger pünktlich um 10 Uhr erfolgte der Start zum Marathon. Die Strecke hatte es in sich, gleich zu Beginn geht es für ca. 2,5km stetig bergauf. Am Ende des Berges sortierte ich mich auf Rang 3 ein und sah bald weder vor noch hinter mir andere Läufer. Immerhin war die Streckenmarkierung so gut, dass man sich eigentlich nicht verlaufen konnte.

Der Kurs war insgesamt sehr anspruchsvoll, es folgten noch 2 weitere längere Anstiege und der Rest war recht wellig. Insgesamt hatte man nach einer Runde schon 400 Höhenmeter hinter sich gebracht. Die erste Runde verlief für mich ganz gut, auch wenn das überholen der Walker am Ende der Runde etwas Kraft gekostet hat.

Nach 21km durchliefen wir den Zielbereich und es ging auf die zweite Runde. Ein zweites Mal die 2,5km nach oben, welche mir aber durchaus schwerer fielen als auf der ersten Runde. Immerhin konnte ich den Zweitplatzierten jetzt wieder sehen, was meine Motivation etwas steigerte und ich versuchte, näher ranzukommen, ohne zu überziehen.

Ab Kilometer 28 begannen die Überrundungen der Halbmarathonstarter, die sich um 11 Uhr auf den Weg machten. Zunächst war das kein Problem, aber als das Feld dichter wurde, gab es doch einige Engstellen. Durch gegenseitige Rücksichtnahme verliefen die Überholvorgänge jedoch alle gut, auch wenn das immer etwas Kraft kostet.

Nach 36 Kilometern fühlte ich mich ziemlich platt, aber ich hatte jetzt auf den Zweitplatzierten aufgeschlossen und konnte ihn sogar überholen (er sah an dieser Stelle auch nicht gut aus, hatte mit Krämpfen zu kämpfen). Allerdings wurde ich einen Kilometer später wieder überholt, die Krämpfe des anderen Läufers hatten sich offenbar gelöst…

So versuchte ich, noch einigermaßen mein Tempo zu halten und erreichte nach 02:57:12 als Dritter das Ziel.

Nach dem Lauf

Nach dem Zieleinlauf des Zeiler Waldmarathon gab es die wohlverdiente Medaille und die super Zielverpflegung. Dabei gab es, wie auch schon auf der Strecke, warmen Krümeltee, Wasser, Cola und vieles mehr. Ebenso Kuchen, Cracker und Obst. Es war also für jeden was dabei.

Da es immer noch kalt war, zog ich mir allerdings schnell was drüber und machte mich mit dem Shuttle Bus auf den Weg zurück zum Veranstaltungssaal und zur Dusche.
Duschen waren in der Sporthalle ausreichend verfügbar, auch wenn es teilweise eng zuging, da die Halbmarathonläufer bereits im Ziel waren. Immerhin gab es warmes Wasser für alle. 🙂

Post Race Event

Nach dem Duschen ging es zurück ins Rudolf-Winkler-Haus. Hier wurden die Teilnehmer weiter mit Speisen und Getränken (gegen Bezahlung) versorgt und konnten auf die Siegerehrung warten.
Diese war auf 15 Uhr angesetzt und auch hier verzögerte sich der Beginn etwas. Der Veranstalter gibt sich aber durchaus Mühe, es werden neben den Gesamtsiegern auch die Altersklassen in Fünfjahres Schritten geehrt und mit Sachpreisen bedacht.
Die Preise können sich durchaus sehen lasse, insbesondere in Anbetracht der niedrigen Startgebühr. Dafür verdient der Veranstalter ein dickes Lob.

Fazit

Der Zeiler Waldmarathon hat gehalten, was mir versprochen wurde. Eine anspruchsvolle Strecke, tolle Organisation, familiärer Umgang miteinander und das alles zu einem super Preis. Besonders herauszuheben ist noch die super Strecken- und Zielverpflegung. Wenn es sich zeitlich einrichten lässt, komme ich gern wieder.

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