World wide running by Enrico

Doppelpack beim Heimspiel – Maisel’s FunRun in Bayreuth

Der Maisel’s FunRun

Jedes Jahr im Mai kommen tausende Besucher auf das Gelände der Maisel’s Brauerei nach Bayreuth, um sich beim Weißbierfest zu amüsieren. Diese Veranstaltung findet regen Zuspruch bei Gästen aus Nah und Fern. Neben dem geselligen Beisammensein und all dem Feiern gibt es am Sonntag zum Abschluss noch ein sportliches Highlight, den Maisel’s FunRun.

2019 fand dieser bereits zum 17. Mal statt und lockte insgesamt ca. 3.900 Sportler auf das Veranstaltungsgelände.

Vor dem Lauf

Wer mit dem Gedanken spielt, am FunRun teilzunehmen, sollte in der Regel nicht allzu lang zögern. Erfahrungsgemäß sind alle Distanzen bereits Monate vor dem Event ausgebucht. Die Anmeldung ist im Vorfeld Online möglich. Die theoretische Möglichkeit der Nachmeldung bei der Startnummernausgabe ist aufgrund des vorher erreichten Teilnehmerlimits nicht relevant.

Positiv hervorzuheben ist, dass ein Überschreiben des Startplatzes auf einen anderen Teilnehmer bis zum Vortag des Events möglich ist. So bieten regelmäßig Läufer, die verletzungsbedingt nicht starten können, die Plätze in einer (inoffiziellen) Tauschbörse an und bieten anderen, kurzentschlossenen Sportlern, doch noch eine Teilnahmemöglichkeit.

Eine Messe gibt es bei diesem Event nicht, die Startnummern werden ganz unspektakulär im Verwaltungsgebäude der Brauerei ausgegeben. Hier erhält man auch sein evtl. vorbestelltes T-Shirt.

Das Startpaket ist ebenfalls sehr übersichtlich, Startnummer, Pins und ein paar Werbeflyer sind alles, was der Teilnehmer erhält. Eigentlich darf man da in der 17. Auflage der Veranstaltung etwas mehr Kreativität erwarten.

Raceday

Ich freute mich auf den Tag, da es endlich mal wieder eine Veranstaltung mit tollen Wetter geben sollte. Es war Sonne und Temperaturen über 20 Grad gemeldet und diese wurden auch erreicht.

Glücklicherweise ist das Veranstaltungsgelände von unserer Wohnung zu Fuß zu erreichen, so konnte ich ausschlafen und machte mich gegen 9 Uhr auf den Weg.
Als ich ankam herrschte schon reges Treiben auf dem Gelände, denn die ersten Läufe waren bereits im Gange.
Los ging es um 09:15 Uhr mit dem Bambinilauf. Es folgten zwei weitere Kinderläufe, bevor ab 10:00 Uhr die Hauptläufe starteten.

Seit 2018 gibt es drei Hauptstrecken zur Auswahl, den Fitnesslauf (4,7k; 10:00 Uhr), den Viertelmarathon (10,6k; 11:15 Uhr) und den Halbmarathon (11 Uhr).
Für mich ging es in diesem Jahr gleich zweimal an die Startlinie, zunächst beim Fitnesslauf, später dann noch beim Viertelmarathon.

Nach Abgabe meiner Wechselkleidung in der Läuferhalle gab es noch ein kurzes Treffen mit ein paar Freunden aus dem Verein. Auch meine Freundin (und beste Supporterin :)) war inzwischen vor Ort und konnte mich noch etwas aufbauen und wir gingen gemeinsam zum Startbereich.

Den Zugang zur Startlinie von hinten und die fehlende Einteilung nach Zielzeiten halte ich für wenig optimal, da könnte man in Zukunft vielleicht eine bessere Lösung finden.

Der Fitnesslauf

Um 10 Uhr ging es dann auch pünktlich los, ca. 800 Teilnehmer machten sich mit mir auf den 4,7km langen Weg. Die Strecke entspricht dabei auf den ersten und letzten 2.000m der Viertelmarathonrunde und war mir daher relativ vertraut.

Nachdem sich das Feld etwas sortiert hatte, lief ich für ca. 1,5km mit dem Vorjahressieger an der Spitze des Feldes. Er musste jedoch verletzungsbedingt etwas Tempo rausnehmen und ermutigte mich, einfach weiter zu laufen. So erreichte ich das Ziel nach 16:00 Minuten als erster Läufer.
Im Zielbereich gab es Wasser, Cola und natürlich das namensgebende Maisel’s Weißbier als Erfrischung.

Zusätzliche Versorgung gab es in der Läuferhalle, allerdings verzichtete ich zunächst, da ich ja eine knappe Stunde später erneut an der Startlinie stehen wollte.

Es blieb immerhin genügend Zeit, ein paar Glückwünsche entgegenzunehmen und den Rest des Vereins zu treffen. Auch meine Eltern und die meiner Freundin waren inzwischen anwesend und nach ein paar Gesprächen ging es auch schon wieder zum Startbereich.

Zunächst verfolgten wir als Zuschauer den Start des Halbmarathons, dann ging es auch für mich wieder an die Linie…

Der Viertelmarathon

Um 11:15 Uhr ging es dann erneut los für mich. Über den Viertelmarathon machten sich insgesamt ca. 1.900 Teilnehmer auf den Weg.

Nach kurzer Findungsphase lief ich zunächst in einer sechsköpfigen Gruppe an der Spitze des Feldes mit. Leider musste ich nach einer Tempoverschärfung nach ca. 2km abreisen lassen und war ab diesem Zeitpunkt auf mich allein gestellt.

Nach ca. 3km lief ich auf die langsameren Teilnehmer des Halbmarathon auf. Nach und nach wurde das Feld der zu überholenden immer dichter und nach ca. 6km war es, auch aufgrund der schmalen Wege, teils schwierig, ein konstantes Tempo zu laufen.

Dennoch konnte ich mir die Kraft gut einteilen und auf die letzten 2km, welche wieder über breiter Straßen führten, noch etwas Tempo zulegen.

Letztendlich überquerte ich die Ziellinie nach 37:51 Minuten als fünfter der Gesamtwertung.

Auch hier führte der erste Weg nach dem Ziel zur Getränkeversorgung, anschließend in die Läuferhalle (diesmal gab es auch etwas Obst und Gebäck für mich) und zur Ausgabe der Kleiderbeutel. Mit den Sachen machte ich mich auch umgehend auf den Weg zum mobilen Duschwagen, um zu duschen, bevor es überfüllt wurde. Das war vermutlich gut, denn ich war zu der Zeit fast allein im Wagen.

Nach dem Lauf – Weißbierfest

Nach der Erfrischenden Dusche verließ ich die Läuferhalle und traf mich mit der Familie. Wir wollten die Zeit bis zur Siegerehrung im Festzelt verbringen und konnten auch schnell einen Platz finden. Mit der Zeit stießen noch ein paar Freunde dazu und wir genossen die Atmosphäre der Veranstaltung.

Um 13 Uhr folgte die Ehrung der Siegerinnen und Sieger des Fitnesslaufs. Neben einer Gesamtwertung wurden auch jeweils die schnellsten der Altersklassen geehrt. Die Ehrungen für den Viertelmarathon bzw. Halbmarathon folgten dann um 14 Uhr und 15 Uhr.

In der Zwischenzeit wurden die Besucher mit Live Musik unterhalten. Die Versorgung mit Speisen und Getränken war, wie es sich für so ein Fest gehört, sehr gut und auch Abwechslungsreich.

Nach der Siegerehrung verließen wir die Veranstaltung, um das Wetter noch etwas in ruhigeren Bereichen der Stadt zu genießen. Wenn man auf die Fest-Atmosphäre steht, ist es sicher ratsam, bis in die Abendstunden auf dem Maisel’s Weißbierfest zu bleiben und den FunRun so ausklingen zu lassen.

Fazit zum FunRun

Der Maisel’s FunRun ist alle Jahre wieder ein tolles Event. Die Organisation ist (bis auf Kleinigkeiten) super und die Stimmung an der Strecke ist hervorragend. Über die Klasse Festatmosphäre im Start-/Zielbereich muss ich auch keine weiteren Wort verlieren.

Auch die Vielzahl an Distanzen bietet einen Anreiz für jeden, vom Kind über Hobbyläufer bis hin zum ambitionierten Athleten.

Glücklicherweise hat auch das Wetter in diesem Jahr wieder mitgespielt und Läufer als auch Zuschauer verwöhnt.

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