World wide running by Enrico

NYC Half

Am 18.03.2018 fand in New York City der United Airlines NYC Half statt. Dieser Lauf ist einer der größten Halbmarathon weltweit und zählte in diesem Jahr knapp 22.000 Finisher. Ich machte mich also auf den Weg für einen Wochenendtrip nach „Big Apple“…

Vor dem Lauf:

Der Lauf erfreut sich großer Beliebtheit und so wird der Großteil der Startplätze über eine Lotterie vergeben. Diese findet in der Regel im November des Vorjahres statt. Außerdem bieten viele große Sportreiseveranstalter Komplettpakete für die Teilnahme an.
Daneben hat man die Möglichkeit, sich mit einer nachweisbaren Laufzeit über die Halbmarathon oder Marathon Distanz für einen Startplatz zu qualifizieren. Die Zeiten dazu sind allerdings recht anspruchsvoll. Weitere Möglichkeiten, wie die Teilnahme an „Treueprogrammen“ wie dem 9+1 oder der 5 Borough Challenge kommen vermutlich eher für Einheimische in Frage, gleichwohl jeder teilnehmen kann. Nähere Infos dazu findet ihr auf der Homepage der New York Road Runners (NYRR).

Im Vorfeld der Veranstaltung wird man mit einen optionalen Newsletter über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden gehalten. Der Informationsgehalt ist jedoch eher gering und werbeorientiert.

Wichtig ist dann aber die Mail, die ca. eine Woche vor der Veranstaltung eintrifft. Mit dieser erhält man die Confirmation Form, einen Barcodes, als Bestätigung für die Teilnahme. Dieser ist zusammen mit einer ID bei der Startnummernausgabe vorzulegen.

Expo:

Die Expo fand am Freitag und Samstag im Metropolitan Pavilion (125 W 18th St) statt. Ich persönlich halte die Location allerdings für zu klein für eine Veranstaltung dieser Größe und das merkte man dann auch an der geringen Anzahl der Aussteller.

Da ich erst am Samstag nach NY anreiste, blieb mir auch nur dieser Tag für den Besuch der Expo. Ich war bereits relativ früh vor Ort und es war noch nicht viel los. So konnte ich meine Nummer ohne Wartezeit in Empfang nehmen.
Die Ausgabe der Startnummer erfolgte nach Vorlage der Confirmation Form und wurde auch erst bei der Ausgabe dem Läufer zugewiesen. Dies hatte den Vorteil, dass man als Teilnehmer nicht an einen bestimmten Schalter gebunden war und unnötige Schlangen vermieden wurden.
In einem zweiten Bereich folgte dann die Ausgabe des Teilnehmershirt sowie des Kleiderbeutels. Beim Shirt handelte es sich in diesem Jahr um ein hochwertiges Longsleeve von New Balance (NB) im schicken Design.

Von hier aus ging es unmittelbar weiter in den NB Merchandise Bereich, in dem die offizielle Wettkampfkollektion angeboten wurde. Hier haben die Designer in meinen Augen ein gutes Händchen gehabt, viele Teile waren wirklich gelungen.
Allerdings war das, abgesehen von einem kleinen Stand eines lokalen Sportgeschäfts, schon alles, was an Ausstellern vertreten war.

Der Veranstalter legte bei der Messe jedoch großen Wert auf die Präsentation der neuen Strecke und die Vermittlung von Informationen rund um das Event. So wurde mehrfach ein Präsentationsvideo abgespielt und neben großen und kleinen Übersichts- und Detailkarten gab es auch die Möglichkeit, mit den Vertretern des Veranstalters selbst zu sprechen. Insgesamt war die Aufmachung durchaus gelungen.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich an dieser Stelle, dass auf der Expo noch mein neuer Lieblingssponsor von Laufveranstaltungen, United Airlines, vertreten war. Auch hier wurde, wie bereits letzte Woche in Washington DC, super hochwertiger Espresso gratis ausgeschenkt. 🙂

Startnummer – Check
Ein Espresso geht immer 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Raceday:

Der Start für den neuen Kurs befand sich am Prospect Park (Brooklyn) auf Höhe des Grand Army Plaza. Da sich in unmittelbarer Nähe dazu gleich mehrere Subway Stationen befinden, empfahl der Veranstalter auch eben dieses Verkehrsmittel zur Anreise. Meine Unterkunft lag idealerweise direkt an einer Station der Linie 2/3, welche theoretisch den Startbereich bedient. Dummerweise fanden ausgerechnet an diesem Wochenende Bauarbeiten statt, sodass diese Linien nicht fuhren. Glücklicherweise war auch eine Station der Linien 4/5 fußläufig vom Hotel erreichbar, sodass ich ausweichen konnte. Es wäre für die Zukunft wünschenswert, wenn der Veranstalter hier etwas enger mit dem Betreiber der Subway (MTA) zusammenarbeiten würde.

Die Anreise verlief dennoch reibungslos und ich war ca. 30 Minuten nach Verlassen des Hotels am Startbereich. Diesen konnte man nur von der rückwärtigen Seite betreten (Höhe Empire Blvd.), hier befand sich zunächst die Kleiderbeutelabgabe gefolgt vom Sicherheitscheck, der wirklich streng war. Da ich immer gern etwas früher ankomme gab es hier noch keine Wartezeiten. Die vom Veranstalter empfohlene Ankunftszeit 60 – 90 Minuten vor Start sollte man aber durchaus beherzigen, da über 22.000 Läufer diese Stelle passieren müssen.

Kurz hinter dem Checkpunkt begann auch schon die Startaufstellung. Hier wurde nach Startwelle 1 (rechts) und 2 (links) unterschieden, die in sich wiederum in verschiedene Blöcke eingeteilt waren. Die Zuteilung erfolgte nach erwarteter Ziel Zeit, bzw. nachgewiesener Laufleistung.

Zwischen den beiden Wellen war eine Reihe mobiler Toiletten als Abgrenzung aufgebaut. Das machte auf den ersten Blick auch Sinn und sah nach einer guten Lösung aus, denn so waren einerseits die Wellen voneinander getrennt und andererseits musste man bei Bedarf die Blöcke nicht wieder verlassen. Aber als sich die Startaufstellung mit der Zeit füllte, artete das ganze irgendwie eher in Chaos aus, da sich keine klaren Linien bilden konnten und die Übersicht verloren ging. Hier besteht optimierungsbedarf für die nächsten Jahre.

Nachdem zunächst die Handbiker und Rollstuhlfahrer auf die Reise geschickt wurden, durften die Elite Damen um 07:20 Uhr starten. Die Elite Herren und Startwelle 1 folgten 07:30 Uhr und um 08:15 Uhr folgten dann auch die Starter aus Welle 2.

Strecke:

Der neue Kurs war gefällig, wenn er auch ein paar Anstiege bot (siehe Karte), so ließ er sich für mich persönlich wirklich gut laufen. Lediglich die ersten 3 km auf Brooklyn Seite waren geprägt von echt schlechten Straßenverhältnissen, vielleicht könnte da mal ein neuer Straßenbelag drauf… Vielleicht war das auch nur das subjektive Empfinden, da es so kalt war, dass meine Füße kein Gefühl hatten und erst auftauen mussten. 😉

Streckenplan NYC Half 2018

Nach einigen Highlights wie dem Überqueren der Manhattan Bridge und dem Lauf über den Times Square lag das Ziel des neuen Kurses dann im Central Park. Hier ging es über die letzten 5k nochmal auf und ab, aber der Weg zur Ziellinie war eher abschüssig und so konnte man nochmal Schwung aufnehmen und beim Zieleinlauf einen guten Eindruck für die zahlreichen Kameras hinterlassen.

Der Zielbereich war ganz klassisch aufgebaut, zunächst gab es die Medaillen, gefolgt von der Zielverpflegung und der Kleiderbeutelausgabe.
Leider wurden die Kleiderbeutel noch aus den Transportfahrzeugen entladen und sortiert als ich dort ankam. Dies führte zu einer Wartezeit von ca. 10 Minuten. Das mag zwar grundsätzlich verschmerzbar sein, doch bei den kalten Bedingungen vom Sonntag kann diese Zeit ganz schön lang werden. Vielleicht kann der Veranstalter da an den Abläufen noch was optimieren.

Zur Versorgung auf der Strecke kann ich nicht viel sagen, da ich aufgrund der vorherrschenden Bedingungen nichts zu mir genommen habe. Gefühlt waren genügend Stationen vorhanden. Hier haben die Helfer die Becher leider nur gefüllt und nicht den Läufern zugereicht. Ich habe mehrfach gesehen, wie Läufer im Vorbeilaufen mehrere Becher abgeräumt haben, beim Versuch, einen zu greifen. Ich weiß nicht, ob das im Laufe der Zeit noch geändert wurde, aber auch das ist ein Punkt, der geändert werden sollte.
Die Versorgung im Ziel erfolgte durch Ausgabe von Päckchen mit Wasser, Gatorade, etwas Obst und ein paar Snacks. Qualitativ war alles ok, allerdings bevorzuge ich die Möglichkeit, dass man sich die Verpflegung nach eigenen Vorstellungen zusammenzustellen kann.

Viel mehr hatte das Zielgebiet auch nicht zu bieten und so verließ ich das Veranstaltungsgelände auch recht zügig. Dabei fiel auf, dass der komplette Zielbereich eingezäunt war und die nächste Möglichkeit zum Treffen mit Freunden und Familie außerhalb des Central Parks lag. Ich nutzte den Ausgang am Columbus Circle, da er mich direkt zur Subway Station führte.

Fazit:

Der NYC Half ist ein großartiger Lauf, die Infrastruktur ist sowohl für den Start- als auch den Zielbereich hervorragend. Die neue Strecke finde ich super und eine deutliche Verbesserung zu früher (ich kenne auch die alte, die bin ich 2011 gelaufen). Es hakte nur an Kinderkrankheiten wie der Startaufstellung und der Verzögerung bei der Gepäckausgabe. Dies lag aber vermutlich an der Neugestaltung des Start- und Zielbereiches. Alles in allem war der NYC Half 2018 ein rundum gelungenes Event.

Diesen Halbmarathon kann ich bedenkenlos jeden nur ans Herz legen, nach meiner Empfindung einer der besten Läufe über diese Distanz.

Ich bin bereit!!!
Geschafft, schön war es 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

Reise:

New York ist immer eine Reise wert, ich habe schon relativ viel Zeit in der Stadt verbracht, daher stand Sightseeing bei diesem Trip nicht an oberster Stelle.

Wenn ich in der Stadt bin, besuche ich immer gern den Gansevoort Market, eine Filiale des Ground Central Coffee sowie einen der unzähligen Parks in der Stadt. Diesmal war ich im Battery Park und Rockefeller Park sowie auf der Highline. Für alle, die zum ersten Mal in der Stadt sind empfehle ich ganz klar die Aussicht von Rockefeller Center und One World Trade Center, den Besuch des Central Parks, das überlaufen der Brooklyn Bridge in Richtung Manhattan, einen Besuch am Times Square inklusive einer Vorstellung am Broadway und und und…

Wenn ihr Fragen habt oder Anregungen sucht, meldet euch gern bei mir, vielleicht kann ich noch ein paar Tipps geben.

Times Square
Rockefeller Park
One World Trade Center

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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