World wide running by Enrico

Alexandria Running Festival 2018

Am 27.05.2018 fand in Alexandria das Alexandria Running Festival 2018 statt. Dabei hatten die Teilnehmer die Wahl zwischen einem 5km Lauf und der Halbmarathondistanz. Zusätzlich gab es für die Kinder einen Kids Run.

Vor dem Lauf

Das Zentrum des Geschehens befand sich im und um das US Patent and Trademark Office. Hier gab es sowohl die Startpakete als auch die Gepäckaufbewahrung und die Zielverpflegung. Die Startlinie befand sich dann auch nur wenige Meter vom Eingang dieses Gebäudes entfernt.

Die Anmeldung war sowohl im Vorfeld online, als auch bei der Startnummernausgabe vor Ort bis zum Wettkampftag möglich. Zur Abholung der Startunterlagen im Vorfeld waren die Zeiten relativ eingeschränkt. Glücklicherweise konnte man das aber auch am Wettkampftag bis kurz vor Start noch erledigen.

Raceday

Der Veranstalter empfiehlt, mit dem Auto anzureisen, da die Metro am Sonntag in Washington erst ab 8 Uhr den Betrieb aufnimmt. Glücklicherweise bietet das USPTO genügend Parkplätze, die für das Event gratis zur Verfügung stehen. Ich reiste allerdings mit einem App basierten Fahrtdienst zum Startbereich an und war ca. 1h vor Start des Halbmarathons da.

Damit blieb genügend Zeit, um das Startpaket abzuholen (Nummer, Chip, T-Shirt) und meinen Kleiderbeutel abzugeben. Viel Unterhaltung wurde nicht geboten, vielmehr waren die Veranstalter noch fleißig mit dem Aufbau des Start-/Zielbereichs beschäftigt. Ab 07:00 Uhr gab es dann immerhin einen Moderator und etwas Musik, um die Wartezeit bis zum Start um 07:30 Uhr zu verkürzen. Ich verbrachte die Zeit in freien, um mich etwas an die Bedingungen zu gewöhnen. Es war bereits am Morgen relativ warm und schwül.

Der Lauf

Der Start erfolgte dann auch pünktlich 07:30 Uhr. Zunächst ging es 5km die Eisenhower Ave. entlang bis zu einem Wendepunkt, dann ca. 2,5km den gleichen Weg zurück, bevor es schließlich an einem Abzweig nach links auf einen Radweg ging, der eine Runde einläutete. Allerdings war diese Runde nicht sonderlich schön zu laufen und auch nicht wirkliche sehenswert. Zum einen gab es im gesamten Streckenverlauf 5 180° Wendepunkte, nicht hilfreich, um einen guten Rhythmus beizubehalten. Weiterhin erschwerten verschiedene Bodenbeläge (Asphalt, Kies, Feldwege, Sand…) das vorankommen. Insgesamt fand ich die Streckengestaltung leider nicht sonderlich gelungen, auch von „scenic“, also sehenswert, habe ich nicht viel bemerkt. Am Ende war ich froh, als es nach ca. 18km wieder auf die Eisenhower Ave. ging und die letzten 3km auf dieser gut ausgebauten Straße zum Ziel führten.

Trotz der Kritik an der Strecke und den harten Wetterbedingungen lief der Lauf überraschend gut für mich. Ich konnte gleich zu Beginn mit der Führungsgruppe mitlaufen und nach 3km selbst kurz die Führung übernehmen, wurde aber kurz danach wieder eingeholt. Der dann Führende konnte sich allerdings nicht weit absetzen und nach ca. 9km konnte ich ihn wieder einholen und selbst einen kleinen Vorsprung rauslaufen. Durch die vielen U-Turns konnte ich dann im weiteren Verlauf gut verfolgen, wie sich die Abstände entwickelten. Hier konnte man auch gut erkennen, wie sehr alle anderen Teilnehmer ebenso wie ich mit den äußeren Einflüssen zu kämpfen hatten. Nach ca. 16km gelang es mir dann aber, den Vorsprung etwas auszubauen. So erreichte ich das Ziel nach 1:20:29 als erster mit über einer Minute Vorsprung auf den Zweitplatzierten.

Grundsätzlich bin ich natürlich super glücklich über den Erfolg bei diesem Lauf, auch wenn ich mir eigentlich eine bessere Zeit gewünscht hätte. Allerdings war an diesem Tag unter den äußeren Bedingungen und bei dem Streckendesign einfach nicht mehr drin.

Post Race

Nach überqueren der Ziellinie gab es zunächst die Finisher Medaille für alle Teilnehmer des Halbmarathon sowie Getränke zur ersten Versorgung. Die eigentliche Zielverpflegung gab es dann im Foyer des USPTO. Das Angebot war vielfältig, erstreckte sich von Obst über Cookies und kleine Snacks bis  zu Bagels mit Creme Cheese oder Peanut Butter. Insgesamt war es eine super Lösung, denn das Gebäude war klimatisiert und man konnte sich so verpflegen und auch etwas akklimatisieren.

Gegen 09:45 Uhr erfolgte dann die Award Vergabe vor dem Eingang des Gebäudes. Da es sich bei dem Lauf um ein Championship Race der RRCA handelte, erhielt ich als Gesamtsieger eine weitere Medaille und darf jetzt den Titel 2018 Virginia State RRCA Champion tragen 🙂

Fazit

Das Alexandria Running Festival bleibt mir mit gemischten Gefühlen in Erinnerung. Auf der einen Seite steht natürlich der für mich erfolgreiche Ausgang des Laufs. Auf der anderen Seite stehen das herausfordernde Wetter und der wenig attraktive Kurs. Diese Kombination verlangte den Teilnehmern alles ab. Die Organisation war insgesamt gut, auch wenn einiges eher improvisiert wirkte. Aufgrund des Streckendesigns mit vielen Abzweigungen und Kreuzungen kam den Streckenposten eine hohe Bedeutung zu. Leider wurden diese dem Anspruch nicht immer gerecht. Viele wirkten abgelenkt (Handy, Bücher…) und überrascht, als plötzlich ein Läufer auftauchte. Hier wäre mehr Professionalität und Engagement wünschenswert. Dennoch geht auch hier ein großer Dank an alle freiwilligen Helfer, die dieses Event möglich gemacht haben.

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