World wide running by Enrico

George Washington Parkway Classic

„Grab your breakfast taco as you finish“ – Eine nette Einladung für ein Laufevent und da es sich nur um 10 Meilen handelte, war es auch ok, dass der Lauf nur 6 Tage nach dem Boston Marathon stattfand.

George Washington Parkway Classic

Der George Washington Parkway Classic 10 Mile Run ging 2018 bereits in die 34. Auflage. Der Veranstalter, Pacers Running, wirbt mit einem sehenswerten Kurs, der vom historischen Mt. Vernon (George Washingtons Wohnhaus) zum ebenfalls historischen Old Town Alexandria führt.

Nach den katastrophalen Bedingungen eine Woche zuvor in Boston war ich sehr glücklich darüber, dass an diesem Wochenende endlich ein Lauf unter vernünftigen Bedingungen stattfand. Es herrschten frühlingshafte Temperaturen, war durchgehend sonnig und auch fast windstill. Ein guter Tag für ein tolles Event.

Der Start zum 10 Meilen Lauf befand sich unmittelbar am Eingang des Mt. Vernon Besucherzentrums und führte über den George Washington Parkway in die Altstadt Alexandrias. Der Parkway ist eine vierspurige Straße, die für den Wettkampf komplett für den Fahrzeugverkehr gesperrt wurde, genügend Platz also für die ca. 4.200 Starter.

Der Veranstalter organisiert den Transport zum Startbereich mit Bussen. Schwerpunktmäßig fuhren diese in unmittelbarer Nähe des Zielbereichs ab. Ich bevorzuge ja gern eine etwas frühere Ankunft am Start und so nutzte ich einen der ersten Busse. Das hatte den Vorteil, dass es keine Wartezeit gab. Die Fahrt zum Start dauerte ca. 20 Minuten.

Im Startbereich hatten die Teilnehmer die Möglichkeit sich u.a. mit Wasser, Riegeln und Bananen zu versorgen. Highlight war dabei  aber eindeutig der Kaffeestand, an dem ich natürlich auch nicht einfach nur vorbei gehen konnte… 🙂

Nachdem ich gestärkt war und die Wechselkleidung an den dafür vorgesehenen Transportern abgegeben hatte (diese wurden zum Ziel transportiert), konnte es eigentlich auch schon losgehen.

Der Lauf

Die Startaufstellung erfolgte ohne feste Zuteilung. Am Rand standen aber Flaggen mit angestrebter Pace, wonach sich die Läufer selbst einordnen sollten. Das klappte, zumindest in meinem Bereich, auch ganz gut. Nach ein paar begrüßenden Worten der Organisatoren und der obligatorischen Nationalhymne erfolgte auch schon der Startschuss und wir machten uns auf den Weg nach Alexandria.

Der Streckenverlauf war denkbar einfach, immer der Hauptstraße nach bis nach Alexandria. Insgesamt war es eine nette Atmosphäre, es gab ein paar Stimmungsnester, aber auch leer Abschnitte. Landschaftlich war es durchaus sehenswert, immer wieder hatte man den Blick auf den Potomac und die grünende Pflanzenwelt entlang des Parkways. In Alexandria gab es dann doch eine Abzweigung, vom Parkway ging es auf die Union St. Diese stellte auch die knapp eine Meile lange Zielgerade dar. Nach 55:55 Minuten überquerte ich als insgesamt achter Läufer (5. in der AK 30) die Ziellinie.

Finish Line Festival

Das echte Highlight des Events war allerdings das Festival im Zielbereich. Zunächst gab es die wohlverdiente Medaille. Dann folgte endlich die Zielverpflegung und damit auch der eingangs versprochene Taco (oder auch mehrere 😉 ). Dazu kamen noch Wasser, Electrolyte Getränke und weitere kleine Snacks. Insgesamt ein wirklich gutes Angebot.

Das Festival fand im direkt am Wasser gelegenen Oronoco Bay Park statt. Das sorgte für eine tolle Atmosphäre und die nette Ausgestaltung des Bereichs lud in Verbindung mit den tollen äußeren Bedingungen zum Verweilen ein. Auch eine Bühne mit Live Musik war vorhanden. Weiterhin gab es einen Biergarten, indem die Läufer (gegen Altersnachweis) ihre Flüssigkeitsspeicher wieder auffüllen konnten. Ich blieb dann aber doch bei Wasser, da es der Kaffeestand vom Start leider nicht ins Zielgebiet geschafft hat.

Da sich das Wetter an diesem Tag von seiner besten Seite zeigte, blieb ich auch gern etwas länger als gewöhnlich vor Ort und genoss einfach nur das Programm und die Sonne.

Fazit

Insgesamt fand ich das Event super gelungen! Das Gesamtpaket stimmt, die Organisation sowie die Strecke sind super und das Finishline Festival ist auch für nicht-Läufer durchaus einen Besuch wert. Wem die 10 Meilen zu weit sind, der hat übrigens auch die Wahl am 5km Lauf teilzunehmen. 2018 starteten über diese Distanz gut 1300 Teilnehmer. Die Strecke entspricht dabei den letzten 3 Meilen des Hauptlaufes. Durch den gleichzeitigen Start beider Läufe kommt es aber dabei zu keiner Vermischung der Teilnehmer und jeder kann sich auf seinen Wettkampf konzentrieren.

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