Das Toggenburg ist bekannt für die markante Bergkette der Churfirsten. Ende August lockte die Region Läufer von nah und fern zum Churfirsten Trail Run, der mit Strecken von 5 bis 43 Kilometern ein breites Teilnehmerfeld ansprach. Entsprechend fanden sich am 29 August 2026 über 1.000 Läufer in Unterwasser ein, um sich der Herausforderung zu stellen.
Für mich stand der 24 Kilometer lange CT25 Panoramatrail (ca.1.200 Höhenmeter) auf dem Programm.
Auf ins Toggenburg
Meine Reise führte mich bereits am Freitag in die Region. Auf einem netten Campingplatz in Wildhaus schlug ich mein Lager auf. Noch am späten Nachmittag nutzte ich den (mit Gästekarte) kostenlosen ÖPNV für die kurze Fahrt nach Unterwasser, um meine Startnummer abzuholen. Diese gab es in der Tennishalle, in der sich das gesamte Event abspielte (Start/Ziel, Siegerehrung, Catering, Duschen, Umkleiden…). Viel war zu dem Zeitpunkt noch nicht los, daher hielt ich mich auch nicht weiter auf und kehrte auf den Campingplatz zurück, um die Beine hochzulegen.
Raceday
Nach einem guten Frühstück nutzte ich auch am Samstag das PostAuto zum Veranstaltungsort. Aufgrund des sonnigen Starts in den Tag und der positiven Wetterprognose verzichtete ich auf Wechselkleidung und trug nur die Pflichtausrüstung bei mir.
Als ich ankam, waren die Marathonläufer bereits auf der Strecke (Start 8:00 Uhr), die Halle füllte sich trotzdem stetig mit den Teilnehmern des Panaramatrails und später auch des Klangtrails (14km, Start 10:00 Uhr).
Mein Churfirsten Trail Run
Der Moderator unterhielt die Halle und sorgte entsprechend für gute Stimmung kurz vor dem Start. Um 9:00 Uhr ging es für mich und ca. 380 weitere Teilnehmer raus aus der Halle und zunächst auf einer kleinen Straße, später auf einem Wiesenweg Richtung Wildhaus. Das Tempo war flott und das Feld sortierte sich zügig. Nach ca. zwei Kilometern war ich für den Rest des Rennens allein unterwegs.
Ab Wildhaus führte der erste knackige Anstieg nach Oberdorf und von dort aus zunächst wieder flach zum Schwendisee. Ich fand sowohl in den Anstiegen als auch in den flachen Passagen einen guten Rhythmus.
Am See vorbei ging es schließlich wieder bergan, zunächst zur Bergstation Iltios und dann zum Stöfeli. Hier war der höchste Punkt der Strecke und auch ein Großteil der Höhenmeter absolviert. Bisher war der Weg gut laufbar und technisch nicht anspruchsvoll. Es folgten jedoch ein paar Kilometer im leichten auf und ab, die etwas mehr Aufmerksamkeit erforderten, aber durch herrliche Landschaft führten.
Nach 16 Kilometern ging es letztlich wieder bergab, zunächst noch über felsige Wanderwege, später über Wiesen und Kuhweiden. Hier war es zum Teil recht steil, aber mit dem richtigen Maß an Vorsicht kam ich gut zurück ins Tal, ohne allzu viel Zeit zu verlieren.
Kurz vor Ende des Rennens musste noch ein kurzer aber knackiger Anstieg überwunden werden, bevor der letzte Kilometer über einen asphaltierten Weg zurück zur Tennishalle Unterwasser führte. Hier erreichte ich das Ziel nach 2:05:01 als sechstplatzierter.
Post Race
Im Ziel erhielt ich die Finisher-Medaille und hatte die Gelegenheit, mich zu erfrischen (Wasser, Iso, Suppe). Ein Blick in den Fahrplan verriet, dass in fünf Minuten ein PostAuto zurück zum Campingplatz fuhr. Die Verbindung wollte ich nutzen, um mich dort zu Duschen und etwas regenerieren.
Später kehrte ich noch einmal zur Veranstaltung zurück, um den Zieleinläufen der Marathoni sowie der Siegerehrung beizuwohnen. Ferner gab es dort eine kleine Auswahl an Kuchen, Backwaren und Getränken.
Fazit
Der Churfirsten Trail Run ist eine nett organisierte Veranstaltung mit einer breiten Auswahl an Strecken, die keine Wünsche offenlässt. Die Location in der Tennishalle (neu in 2026) war sehr gut gewählt und ließ es an nichts fehlen.
Die Strecken sind sehr sehenswert, der CT25 gut laufbar und nach dem, was ich vernommen habe, soll der Marathon ein durchaus technisches und konditionell anspruchsvolles Rennen sein.




