Nach dem Black Forest Ultra Trail Run in der Vorwoche führte mich eine Weitwanderung Ende September erneut in den Schwarzwald. Im Vergleich zum Megamarsch München war die Herausforderung beim Megamarsch Freiburg mit 50 Kilometern in zwölf Stunden etwas überschaubarer.
Früher Start in den Tag
Die Wanderung fand am Samstag, 26. September 2026 statt. Start und Ziel waren auf dem Messegelände Freiburg, womit eine gute Verkehrsanbindung und ausreichend Parkplätze sichergestellt waren.
Der Wecker klingelte um 6 Uhr morgens und nachdem der Rucksack gepackt war, machten wir uns auf den Weg zur Veranstaltung. Für die Veranstaltung begleiteten mich Markus und Felix. Markus hatte zwar nach München im Vorjahr „nie wieder“ gesagt, doch für die halbe Distanz konnte er sich doch überwinden. Für Felix war es die erste Veranstaltung dieser Art.
Als wir die Messe gegen 7:20 Uhr erreichten, hatten sich am Check-in bereits lange Schlangen gebildet. Diese bewegten sich erfreulich flott, sodass auch wir bald unsere Startbändchen um den Arm trugen. Da es abgesehen von einem Merchandisestand des Veranstalters und der Nachwuchsgewinnung der Bundeswehr kein Programm gab, waren wir froh, dass unser Startslot nicht mehr weit entfernt war.
Los geht’s
Ab 7:30 Uhr schickte der Veranstalter die gut 2.000 Teilnehmer in kleineren Gruppen auf die Strecke. Wir hatten einen Startslot für 8:00 Uhr gebucht und konnten uns auch pünktlich auf den Weg machen.
Die Wanderung führte insbesondere zu Beginn und am Ende durch das Stadtgebiet Freiburgs. Besonders unattraktiv war dabei das passieren des Recyclinghofs zu Beginn und die letzten sechs Kilometer, die uns auf dem Gehweg an einer Hauptverkehrsstraße zurück zur Messe führten. Zudem stelle ich in Frage, ob es tatsächlich notwendig ist, am Samstagmorgen den belebten Wochenmarkt am Münster durchqueren zu müssen. Gleichwohl die Innenstadt hübsch ist und der Markt möglicherweise zu einem kurzen Kaffeestopp einlädt, war das Gedränge doch groß und das vorankommen erschwert.
Insgesamt überwogen allerdings die Abschnitte im Grünen. Großteile der Route führten über Wald- und Feldwege durch die Wälder und Äcker um die Stadt. Das Teilnehmerfeld zog sich zwar etwas auseinander, gefühlt war es aber immer voll und auf dem Singletrail zum höchsten Punkt standen wir dann auch kurz im Stau.
Vier Verpflegungsstellen sorgten dafür, dass uns die Energie trotz des anspruchsvollen Profils (immerhin galt es gut 1.300 Höhenmeter zu überwinden) nicht ausging. Das abwechslungsreiche Angebote konnte allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Stellen unterdimensioniert waren. Die Platzverhältnisse waren dem Ansturm besonders an der zweiten Station nicht gewachsen und an den Wasserstellen mussten wir viel Geduld mitbringen.
Nach ca. 10:40 Stunden waren wir zurück an der Messe und überquerten gemeinsam das Ziel
Post Hike
Typisch für die Megamarsch-Veranstaltungen überreichten uns Helfer direkt hinter dem Ziel die wohlverdiente Medaille sowie die Finisher-Urkunde. Eine echte Zielverpflegung gab es auch in Freiburg nicht, allein ein alkoholfreies Bier oder Radler reichte der Veranstalter als Erfrischung. Das war etwas enttäuschend, denn Wetter und Gelände hätten durchaus ein umfangreicheres Rahmenprogramm zugelassen. Doch so hielten wir uns nicht mehr lang auf und traten den Rückweg zur Unterkunft an.
Fazit
Inzwischen weiß ich, was von Megamarsch-Veranstaltungen zu erwarten ist und was eben nicht. Die Organisation war grundsätzlich gut, doch das Streckendesign ließ leider zu wünschen übrig. Die Wanderung um Freiburg war eine nette Erfahrung, nach Wiederholung schreit das Ganze allerdings nicht.













