World wide Running

Heimspiel Edition 2026 – Mainauenlauf

2026 feierte die zweitgrößte Laufveranstaltung Bayreuths 10-jähriges Jubiläum. Die Erstauflage des Mainauenlaufs fand 2016 im Rahmen der Landesgartenschau statt und hat sich in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt. Inzwischen hat sich die Veranstaltung neben dem Maisel’s FunRun als zweites großes Event in der Wagnerstadt etabliert. Für mich stand am 14. Juni 2026 die sechste Teilnahme an.

Pre-Race

Das Warm-up am Vortag auf der Wettkampfstrecke verband ich gleich mit dem Besuch bei der Startnummernausgabe in der Sporthalle des Sportzentrum Ost, bekannt aus den Vorjahren.

Die Ausgabe war in diesem Jahr mit etwas Wartezeit verbunden, aber schließlich erhielt ich meine Startnummern, einen Goodiebag und ein Shirt.

Leider gab es auch in diesem Jahr wieder zwei Nummern für die Teilnehmer am Mainauenchampion, sodass zwischen 5km und 10km die Nummer gewechselt werden musste. Nicht besonders Läuferfreundlich und irgendwie unverständlich, da es in den ersten Jahren und bei vielen anderen Veranstaltungen mit einer Nummer geht.

Das Shirt (Größe M) fiel in diesem Jahr riesig aus und ist daher leider nicht zu gebrauchen. Da wünschte man sich, dass der Veranstalter endlich einen Lieferanten findet, der Normgrößen produziert. Ferner wäre es zeitgemäß, das Shirt zur Option zu machen, da die meisten Teilnehmer inzwischen sicher unzählige Shirts zu Hause haben…

Raceday

Die Startzeiten erlaubten auch in diesem Jahr beinahe Ausschlafen und ein entspanntes Frühstück, bevor ich in Begleitung von Claudia, die als Supporterin und Fotografin dabei war, den Fußweg zum Eventgelände antrat. Die Wetterprognose war durchwachsen und entgegen den Vorjahren sollte es 2026 kühl und windig werden. Immerhin blieben wir von Regen verschont.

Wir erreichten den Finisherpark gegen 9:30 Uhr, sodass genug Zeit zur Vorbereitung blieb. Neben einer Kleideraufbewahrung hatten verschiedene Sponsoren kleine Stände aufgestellt und unterhielten dort Läufer, Begleiter und Kinder.

Wie bei den Heimläufen üblich, traf ich auf viele Freunde und Bekannte und so verging die Zeit bis zur Startaufstellung wie im Flug.

Race #1 – 5km

Um 10:15 Uhr ertönte der Startschuss zum 5km Lauf. Nachdem wir uns durch eine große Kinderschar gekämpft hatten, die unverständlicherweise ganz vorn in der Startaufstellung stand, ging das Rennen richtig los. Das Tempo war von Beginn an hoch und ich konnte der Spitzengruppe leider nicht ganz folgen. Ich reihte mich nach einem Kilometer an Rang vier ein und lief fortan mein eigenes Tempo. Die Strecke war mir wohl bekannt und bot keine Überraschungen. Entsprechend teilte ich mir die Kraft richtig ein und bog nach gut 15 Minuten auf die leicht ansteigende Zielgerade ein. Leider passierte hier das gleiche wie im Vorjahr und wir liefen direkt in das Starterfeld des Staffellaufs hinein. Helfer versuchten, einen Korridor zu schaffen, sodass wir einigermaßen frei ins Ziel laufen konnten. Das gelang aber nicht zu 100%. Es ist für mich absolut unverständlich, wie das im zweiten Jahr in Folge erneut passieren kann. Es wäre ein leichtes, die Startzeiten leicht anzupassen und diese Kollision zu verhindern!

Dennoch kam ich letztendlich unbeschadet vorbei und erreichte das Ziellinie als Vierplatzierter nach 16:39 Minuten.

Post 5km Race

Direkt nach der Ziellinie gab es eine Finisher-Medaille, die zwar erneut aus Holz besteht, aber immerhin ein wertiges Band besaß (im Gegensatz zum billigen Jutestrick der Vorjahre). Bei der Verpflegung hielt ich mich an Wasser, da ich gut eine halbe Stunde später erneut an der Startlinie stehen musste.

Schließlich fand ich Claudia am Ausgang des Zielbereichs und wir ließen uns auf den Strandliegen bei der Kleideraufbewahrung nieder. Hier konnte ich mich etwas erholen und Kraft tanken. Dazu versorgte ich mich noch mit einem Gel und Getränken.

Ferner musste ich die Startnummer vor dem 10km Lauf wechseln. Durch den Wind und die niedrigen Temperaturen kühlte ich aus und hatte eigentlich gar keine Lust auf das zweite Rennen. Trotzdem begab ich mich gegen 11:10 Uhr erneut in die Startaufstellung.

Race #2 – 10km

Leicht verspätet fiel der Startschuss zum 10km Rennen um kurz nach 11:20 Uhr. Auch hier war das Tempo von Beginn an hoch und nachdem der Veranstalter zum Jubiläum hohe Preisgelder für diesen Lauf auszeichnete, war das Feld stark besetzt. Entsprechend lies ich die Favoriten ziehen und versuchte, mein eigenes Rennen zu laufen und mein Zeitziel zu erreichen. Die erste Runde verlief unspektakulär und ca. 17:25 Minuten hatte ich die Hälfte hinter mir. Auf der zweiten Runde holte ich auf ein paar vor mir Laufende auf, was die Motivation zurückbrachte. So konnte ich im Verlauf noch drei Teilnehmer überholen und erreichte das Ziel nach 34:51 Minuten als Siebtplatzierter.

Post 10km Race

Für die Finisher über beide Distanzen gab es nach dem 10km Lauf ein Plastikelement, welches die Medaille aus dem 5km Rennen ergänzte. Das wirkte dieses Jahr leider wenig Wertig und in der Vergangenheit gab es da schon viel schönere Lösungen (insbesondere in den ersten Jahren…).

Diesmal bediente ich mich am Zielbuffet, welches neben verschiedenen Getränken auch Obst und Kuchen bot. Leider hat der Veranstalter im letzten Jahr den Lieferanten der Backwaren gewechselt, was sich hier auch bemerkbar machte…

Nachdem ich versorgt war, machte ich mich auf den auch in 2026 langen Weg zu den Duschen im Schulzentrum (daran hat sich leider auch nichts geändert). Schließlich ließen wir den Tag im Finisherpark ausklingen. Hier kamen auch die anderen Starter des Team Wiesent-Challenge zusammen, die u.a. als Staffel (Rang 2) und auf dem Halbmarathon unterwegs waren.

Fazit

Zum Mainauenlauf habe ich in Vergangenheit schon so gut wie alles gesagt. 2026 gab es kaum Änderungen, die zwei Startnummern für die Teilnahme am Mainauenchampion, die Kollision zwischen schnellen 5km Läufern und Staffelstartern, der weite Weg zur Dusche und das fehlende Programm zwischen Lauf und Siegerehrung bleiben Kritikpunkte. Auf der positiven Seite stehen die gute und liebevolle Organisation und der Einsatz, mit dem das Team die Veranstaltung auf die Beine stellt. Auch die Läuferversorgung und die Stimmung können sich sehen lassen. Die Medaille in diesem Jahr geht in Ordnung (auch wenn ich kein Holz-Fan bin), aber das Ad-on für die Champion-Starter sollte überdacht werden.

Insgesamt war es wieder ein toller Tag mit vielen netten Gesprächen und zwei guten Läufen.

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