Seit über 20 Jahren bildet der Maisel’s FunRun das sportliche Highlight des Weißbierfests der gleichnamigen Bayreuther Brauerei. Auch ich bin seit vielen Jahren regelmäßig dabei und stelle mich der Viertelmarathondistanz. Trotz des Rennsteiglaufs am Vortag wollte ich mir das Fest in meiner Heimat nicht entgehen lassen und stand zum elften Mal an der Startlinie.
Der Maisel’s FunRun
Am gewohnten Konzept der Veranstaltung hat sich 2026 nichts geändert. Auch dieses Jahr standen 5k Lauf, Viertel- und Halbmarathon sowie Kinderläufe auf dem Programm. Leider hat der Veranstalter auch die Praxis beibehalten, die Startnummern auf dem Postweg zu versenden. In diesem Jahr erhob man dafür auch noch eine Versandpauschale bei der Anmeldung. Diesen Weg erachte ich weiterhin für falsch und ich wünschte mir die persönliche Abholung der Unterlagen zurück…
Raceday
Nach der kurzen Nacht zum Samstag war es eine Wohltat, dass der Wecker erst um 8:30 klingelte. Nach einem entspannten Frühstück ging es zum Eventgelände. Claudia war auch heute als Supporterin und sorgte für Anfeuerung und tolle Fotos.
Wir erreichten das Gelände so, dass wir noch den Start der 5km Läufer miterlebten und diese anfeuern konnten. Dann ging es für mich in die Läuferhalle zur Kleiderbeutelabgabe und dem Zusammentreffen mit dem Team Wiesent-Challenge, das wieder in großer Anzahl am Start war. Die Bedingungen waren perfekt, sonnig und warm, sodass ich im Anschluss ein kurzes Aufwärmprogramm absolvierte und mich nach dem Start des Halbmarathons (11:00 Uhr) direkt in die Startaufstellung begab.
Mein FunRun 2026
Etwas überrascht waren wir, als der Countdown und schließlich auch der Startschuss bereits 11:14 und damit eine Minute zu früh ertönte… Erneut machten sich knapp 2.000 Teilnehmer auf den Weg für die 10,6 Kilometer.
Trotz müder Beine vom Vortag fand ich schnell in einen Rhythmus, musste die Spitzengruppe aber am Start ziehen lassen. Ich beschloss, nicht auf die anderen zu achten und mein eigenes Tempo zu laufen. Die ersten Kilometer vergingen schnell und kurz nach der ersten Verpflegungsstelle erreichte ich in diesem Jahr schon das Bessenrad des Halbmarathonfeldes. Das war ärgerlich, denn kurz darauf folgte eine kleine Streckenapassung, bei der wir wegen einer Baustelle auf einen provisorischen Schotterweg geleitet wurden. Der war eng und das Überholen entsprechend unangenehm.
Weiter führte der Weg durch das bekannte Uni-Gelände, hier überholte ich auch ein paar Läufer, die mir am Start davongelaufen waren und reihte mich letztendlich auf Rang vier ein.
Der Uniradweg ist zwar grundsätzlich breit genug zum Überholen, doch leider gab es auch in diesem Jahr wieder Teilnehmer im Halbmarathonfeld, die die gesamte Streckenbreite belegten und sich mit (Noise-Canceling)Kopfhörern von der Umwelt abschalteten und die Hinweise auf schnelle Läufer nicht wahrnahmen. Entsprechend kräftezerrend war das weitere Vorankommen. Den Höhepunkt hatte das ganze wie jedes Jahr an der Verpflegungsstation am Röhrensee, wo es eng und chaotisch zuging. Da wäre ein regelndes Eingreifen oder Lenkungsmaßnahmen des Veranstalters wünschneswert.
Auf dem letzten Kilometer durch die Innenstadt trug mich die super Stimmung der unzähligen Zuschauer an der Strecke und noch immer war mein Tempo hoch. So erreichte ich das Ziel am Brauereigelände nach 37:05 Minuten als Viertplatzierter.
Post Race
Nach dem Zieleinlauf stand der Ausgleich des Flüssigkeitshaushaltes aufgrund des warmen Wetters an oberster Stelle. Die Versorgung mit Getränken war wie üblich gut. Nach kurzem Austausch mit anderen Teilnehmern nutzte ich die Gelegenheit zum Duschen in den Bereitgestellten Containern. Das Konzept hat sich bewährt und daran könnten sich andere Veranstalter gern ein Beispiel nehmen.
Als ich den Läuferbereich verließ erwartete mich Claudia mit einem großen Stück Kuchen. Zusammen mit einer Tasse Kaffee ließen wir den Nachmittag zusammen mit dem Team ausklingen.
Fazit
Erneut gibt wenig zu den Vorjahren hinzuzufügen. Der Maisel’s FunRun ist und bleibt ein Klassiker im Laufkalender, mit all seinen Stärken und Schwächen. Dieses Jahr waren die äußeren Bedingungen für mich perfekt, ein warmer und sonniger Tag machte das Event zu einer großen Party.
Leider gibt es noch immer keine Medaillen für die Finisher der Erwachsenenläufe, neben Getränken bietet die Zielverpflegung nicht viel und die Praxis des Startnummernversands gehört dringend wieder abgeschafft.
Darüber hinaus war auch die Austragung 2026 wieder ein Läuferfest.







